.st0{fill:#FFFFFF;}

Skool: Kritik an der gehypten Community-Plattform 

aktualisiert: 14. Mai 2024

Meine Kritik an der Community-Plattform Skool 

Um die Community-Plattform "Skool" ist in der Coaching- und Online-Business-Bubble ein regelrechter Hype entstanden.

Du findest im Netz derzeit fast nur positive Kritiken zu Skool. Das Marketing scheint zu funktionieren.

Doch ist Skool wirklich der Heilsbringer in Sachen Communities?

Meine ehrlich Kritik...

Was ist Skool?

Skool ist eine Online-Community-Plattform, die es Mitgliedern ermöglicht, Beiträge zu erstellen, darauf zu reagieren und sich untereinander zu vernetzen.

Das Herzstück von Skool ist der Community-Bereich, in dem Mitglieder Beiträge posten und diskutieren können.

Außerdem gibt es einen Classroom, wo Inhalte (auch komplette Online-Kurse) hinterlegt werden können sowie einen Kalender, in dem die Mitglieder Termine wie Live-Webinare angezeigt bekommen.

Zusätzlich bietet Skool einen Member-Bereich, in dem personalisierte Profile verwaltet werden können und direkte Nachrichten zwischen den Mitgliedern ausgetauscht werden können.

Das Besondere ist das Leaderboard. Dabei handelt es sich um eine Rangliste innerhalb der Community. Mitglieder erhalten Punkte für Aktivität wie das Verfassen von Beiträgen, Kommentare oder Reaktionen.

Dieser oft gefeierte Gamification-Ansatz ist gleichzeitig einer meiner Hauptkritikpunkte.

Was ist gut an Skool?

Vorweg: Ich will kein Bashing betreiben und ich finde Skool grundsätzlich gelungen. Skool ist keine schlechte Community-Lösung. Technisch und optisch haben die Entwickler das Ganze ziemlich gut umgesetzt.

Die Oberfläche wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Wie auch bei anderen Lösungen gibt es bei Skool die Möglichkeit, wichtige Beiträge anzupinnen.

Anders als bei einer Facebook-Gruppe erreichen die Beiträge den Großteil der Nutzer (sofern sie die App aktiv nutzen).

Auch die Benachrichtigungsfunktion via E-Mail funktioniert gut. Die Mails landen mehrheitlich im Postfach der Nutzer.

Wie teuer ist Skool?

Wenn überhaupt etwas öffentlich an Skool kristisiert wird, ist das der Preis. Für 99$ im Monat kannst du deine eigene Community erstellen.

Es gibt keine weiteren Pakete und keine versteckten Kosten, was ich angenehm finde. Ich finde den Preis tatsächlich okay.

Als Member ist Skool kostenlos: Falls du Skool als Member nutzen möchtest, ist das für dich kostenlos. Das gilt natürlich nicht für bezahlte Mitgliedschaften, deren Preis für die Communitybetreiber frei wählbar ist.

Meine Kritikpunkte an Skool sind andere...

Kritikpunkt 1: Der Hype

Wann immer ein Hype entfacht wird, bin ich vorsichtig. Spätestens seit Clubhouse weiß ich, dass ein Hype schnell vorbei sein kann. 

In der Coaching- und Online-Marketing-Bubble verbringen gerade etliche Nutzer viel Zeit bei Skool. Bei Clubhouse war das ähnlich.

Der Hype sowie die spärliche Kritik ist vermutlich auch darauf zurückzuführen, dass Affiliateprovisionen von 40% gezahlt werden. 

Gründer und Marketer Sam Ovens beweist, dass er Marketing kann. Grundsätzlich kann das ein Punkt für Skool sein, sofern die Rechnung aufgeht.

Bei einem Hype besteht jedoch grundsätzlich die Gefahr einer Übertreibung, die dazu führen kann, dass die Mitglieder schnell gelangweilt sind. Ob das so kommen wird, wird die Zeit zeigen.

Kritikpunkt 2: Abhängigkeit

Bei Skool ist die Zahlungsabwicklung direkt mit integriert. Zahlende Mitglieder könne via Stripe zahlen und hier nur mit Kreditkarte. 

Hat man so eine "Paid-Community" zum Erfolg gebracht, ist ein späterer Wechsel schwer bis unmöglich.

Man kann die zahlenden Mitglieder allenfalls bitten, dir auf eine andere Plattform zu folgen. 

Eine mögliche Lösung: Einen externen Zahlungsanbieter wie Digistore24 oder Copecart wählen und nach Bezahlung manuell (oder einem Automatisierungstool wie Zapier) freischalten.

Man will ja nicht von Social-Media-Plattformen wie Facebook weg, um sich dann in die nächste Abhängigkeit zu begeben.

Kritikpunkt 3: Gamification

Der am meisten gehypte Punkt ist der Gamification-Ansatz in Verbindung mit dem Leaderboard. Je aktiver die Mitglieder sind, desto weiter stehen sie in dieser Rangliste vorne.

Meist erhalten diese Boni in Form von Online-Kursen oder Webinaraufzeichnungen, wenn sie einen neuen Level erreichen.

Dieses Belohnungssystem wirkt für mich wie eine Art Zwang, aktiv werden zu müssen und sorgt für einen faden Beigeschmack.

Eine Community lebt zwar von der Aktivität der Mitglieder. Es sollte jedoch in Ordnung sein, passiv mitzulesen.

Das gilt in besonderem Maße für zahlende Mitglieder, die den vollständigen Zugang zu Inhalten erwarten.

Dass das Belohnungssystem nur bedingt funktioniert, beweist die Tatsache, dass oft 90% der Mitglieder auf Level 1 feststecken und somit nicht wirklich aktiv sind.

Einige Community-Inhaber schaffen es besser als andere für Aktivität zu sorgen. Der Schlüssel: Sie sind selbst omnipräsent und ständig aktiv.

Der so gehypte Ansatz von Skool schafft es meines Erachtens bislang nicht, das zu ersetzen.

Coaches und Berater, die nicht ständig präsent sein wollen, könnten auf eine Experten-Membership setzen. Hier ist der Communityaspekt untergeordnet, sodass man nicht ständig posten muss, um damit Erfolg zu haben.

Hinweis 1: Skool ersetzt kein Marketing

Wenn man die Reviews zu Skool liest, könnte man den Eindruck gewinnen, Skool sei DIE LÖSUNG für ein erfolgreiches Business.

Und ich bin wahrlich ein großer Fan von Communities, Experten-Memberships und Abo-Modellen.

Doch Online-Communities gibt es ewig. Und ebenso gibt es zahlreiche Lösungen. Die Frage bleibt, wie man zahlende Mitglieder in eine Community bekommt?

Skool ersetzt keine Positionierung, kein Branding und generell kein Marketing. Damit ist Skool nicht das Wundermittel für den Business-Erfolg.

Hinweis 2: Überzeugungsarbeit

Derzeit gibt es noch sehr wenige deutschsprachige Communities, die sich nicht mit Online-Marketing befassen.

Und kaum jemand kennt Skool. So muss man die meisten Zielgruppen erst einmal davon überzeugen, die App regelmäßig zu nutzen. 

Diese Problematik gibt es auch bei diversen anderen Lösungen. Diese Überzeugungsarbeit zu leisten ist jedoch machbar.

Wenn Whatsapp eine vernünftige Community-Lösung auf die Beine stellt (vor allem gibt es bei Whatsapp derzeit nicht die Möglichkeit, dass Beiträge auch neuen Nutzern gezeigt werden), würde ich allerdings darauf setzen, da fast jeder Whatsapp täglich nutzt.

Weitere Verbesserungsmöglichkeiten

Jede Communitylösung hat Verbesserungsmöglichkeiten. Diese wären aus meiner Sicht bei Skool noch wünschenswert:

  1. Eine eigene Domain wirkt professioneller.
  2. Skool auf Deutsch (bislang nur auf Englisch)
  3. Videos direkt einbinden (bislang nur über externem Link zugänglich)

Alternativen

Alles auf einer Plattform zu haben, mag zunächst attraktiv erscheinen. Auf die "eierlegende Wollmilchsau" zu setzen, bedeutet jedoch immer, dass wir Kompromisse eingehen müssen. Vor allem aber machen wir uns abhängig und erschweren einen späteren Wechsel zu einer anderen Plattform.

Ich empfehle vor allem im Bereich "Experten-Membership" zweigleisig fahren und die Inhalte auf einer Plattform wie Memberspot, Digibizz24 oder auf der eigenen Webseite mit Digimember oder Thrive Apprentice aufsetzen.

Und dann könnt Ihr eine separate Kommunikations-Lösung wählen.

Als Community-Lösung gibt es folgende Alternativen zu Skool:

  • Mighty Networks (ab 99$/Monat)
  • Circle.so (ab 99$/Monat)
  • Facebook-Gruppe (kostenlos)
  • Whatsapp Community (kostenlos)
  • Discord (kostenlos)
  • Slack (ab 0€, Nachrichten werden nach 90 Tagen gelöscht)
  • BuddyPress (auf eigener WordPress-Webseite; kostenlos)
  • Asgaros-Forum (auf eigener WordPress-Webseite; kostenlos)
  • BuddyBoss (WordPress Theme; 299$/Jahr)

Worauf würde ich setzen?

Mitgliederbereich

Membership Option 1 - eigene Lösung: Wenn man technisch versiert ist oder einen Webmaster hat, ist eine eigene Lösung eine Überlegung wert. 

Einen Membership-Bereich mit Digimember* (347€/Jahr) oder Thrive Apprentice* (299$/Jahr) aufzusetzen, ist kein Hexenwerk. Bei Thrive Themes hast du gleich einen wirklich guten Pagebuilder sowie andere Marketing-Tools dabei.

Membership Option 2 - externe Plattform: Eine Plattform wie Digibizz24 oder Memberspot erleichtert dir das Aufsetzen des Membership-Bereichs. Mit Technik und Updates hast du nichts zu tun. Nachteile: Es ist ein wenig teurer und du bist in Sachen Layout (und Funktionen) eingeschränkt.

Kommunikation

Die Kommunikation der Teilnehmer untereinander würde ich über ein separates Tool abwickeln.

Skool ist hier eine Option. Allerdings sollte man sich grundsätzlich an der Zielgruppe orientieren. So kann Discord (bei einer technisch versierten Zielgruppe), Facebook oder auch Whatsapp (bei einer wenig internetaffinen Zielgruppe) die bessere Wahl sein.

Bei einer eigenen Lösung kannst du sogar auf ein kostenloses Foren-Plugin wie Buddypress oder Asgaros setzen.

Pauschal lässt sich das schwer sagen. Gerne helfe ich dir in einem persönlichen Gespräch die für dich und deine ZG richtige Wahl zu treffen.

Fazit

Skool ist technisch sowie optisch beeindruckend und das Marketing kann sich sehen lassen.

Meine Skepsis bezieht sich vor allem auf den Hype sowie das Belohnungssystem, das ich kritisch sehe.

Eine Community, Memberships und Abomodelle sind zweifellos die Zukunft für Coaches und Berater.

Skool präsentiert sich als eine vielversprechende Option auf diesem Weg, jedoch ist es wichtig zu betonen, dass Skool nicht der Heilsbringer ist, für den es sich ausgibt.

Um eine Community am Laufen zu halten, müssen die Betreiber auch bei Skool ständig aktiv sein und das Nutzerengagement aktiv fördern.

Für Coaches und Berater, die nicht ständig präsent sein wollen, könnte eine Experten-Membership die bessere Wahl sein.

Hier ist der Communityaspekt untergeordnet, sodass das Ganze auch funktioniert, wenn die Community weniger aktiv ist.

So kannst du als Coach oder Berater wiederkehrende Einnahmen generieren, ohne omnipräsent sein zu müssen.


Lass uns persönlich sprechen...

Sebastian Krämer Coach

Sebastian Krämer

Wenn dich das Thema Communityaufbau, Abo-Modelle und Memberships interessieren, kann ich dir weiterhelfen.

In einem persönlichen Gespräch zeige ich dir, wie du eine erfolgreiche Membership mit regelmäßigen Einnahmen aufbauen kannst. 

Du profitierst hier von 12 Jahren Membership-Erfahrung.

Dieses Strategiegespräch ist für dich kostenlos.

Vereinbare jetzt einen Termin für ein kostenloses Strategiegespräch:

So geht es weiter 

  1. Klicke auf den Button, gib deine Kontaktdaten ein.
  2. Wir rufen dich innerhalb von 48 Stunden an, um mit dir einen Termin abzustimmen.
  3. Das Gespräch zwischen dir und Sebastian findet via Zoom zum vereinbarten Termin statt (Dauer: ca. 60 Minuten)
  4. In diesem Gespräch beantworten wir alle deine Fragen
  5. Du gehst mit einem konkreten Plan für den Aufbau deiner Community aus diesem Gespräch

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte "Affilate-Links". Wenn du hier klickst und einen Kauf tätigst, bekommen wir eine Provision. Für dich entstehen dadurch keinerlei Nachteile. Du bezahlst also keinen Cent mehr.

Sebastian Krämer


Mehr Umsatz, mehr Zeit, mehr Lebensqualität!
Sebastian Krämer hilft Coaches und Beratern beim Aufbau eines Online-Business, das zu ihnen passt. Seit mehr als 10 Jahren verdient der Vater dreier Töchter sein Geld ausschließlich online und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Coaches und Beratern im deutschsprachigen Raum.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}