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Berufs- und Betriebshaftpflicht für Coaches und Consultants 

Wie Coaches und Berater die richtige Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung finden...

Ich weiß, dass solche Themen nerven. Man will sein Business aufbauen. Was Gutes in die Welt bringen und damit Geld verdienen. 


Buchhaltung, Steuern, Datenschutz und der ganze Kram und eben auch Versicherungen: Da hat niemand wirklich Lust zu. Das hält auf und nervt! Ist aber leider wichtig…


Also lass uns das Thema "gewerbliche Haftpflichtversicherungen" in den nächsten 5 Minuten abhaken. Dann haben wir das aus dem Kopf und können uns wieder entspannt unserem Business widmen.


Ist eine Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht für Coaches wirklich notwendig?

Was ist schon notwendig? Ich bin kein Freund davon, jede Kleinigkeit abzusichern. Wenn jedoch ein Risiko besteht, welches mich meine Existenz kosten könnte und die Versicherungsprämie zur Absicherung dieses Risikos bezahlbar ist, dann lohnt es sich, zumindest darüber nachzudenken.


Die größten betrieblichen Risiken für Coaches, Berater und andere Dienstleister werden durch eine Betriebs- und Berufshaftpflicht abgedeckt und diese sind (für die allermeisten Dienstleister) locker bezahlbar.


Aber worauf sollte man als Coach beim Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung achten? Und welche Versicherer kommen für Coaches und Co. überhaupt in Frage?


Dieser Beitrag hilft Euch nicht nur dabei, diese Entscheidung zu treffen - er spart Euch auch 2 Tage Eurer Zeit. So lange habe ich zumindest recherchiert, telefoniert und Experten befragt.

Also gut. Dann los…


Ganz schön unübersichtlich!

Betriebshaftpflicht-, Berufshaftpflicht-, Vermögensschadenhaftpflichtversicherung...

Ich muss gestehen, dass ich bei meiner Recherche fast wahnsinnig geworden bin, denn die Begriffe werden nicht einheitlich verwendet, was das Ganze verkompliziert. 


So wird beispielsweise der Begriff „Berufshaftpflichtversicherung“ mal als Oberbegriff, mal als einer von 2 Bausteinen verwendet. Manchmal wird alles miteinander kombiniert, dann variieren die Bezeichnungen zwischen den Versicherern und irgendwie ist das alles ziemlich undurchsichtig.

Lass uns mal etwas Licht ins Dunkel bringen...

Die Betriebshaftpflicht

Die Betriebshaftpflicht springt dann ein, wenn durch dich, deinen Mitarbeiter oder in deinen Räumlichkeiten ein Personen- oder Sachschaden verursacht wird.


Beispiel: Ein Klient stolpert in deinem Büro über ein Kabel und bricht sich den Arm. Oder du bist bei einem Kunden und verschüttest Kaffee auf seinem Computer.

In den Versicherungsdetails ist hier oftmals von „Vermögensschaden“ die Rede. Im Rahmen der Betriebshaftpflicht ist jedoch immer ein unechter Vermögensschaden gemeint, der Folge eines Sach- oder Personenschadens ist.

Wenn deinem Klienten Einnahmen entgehen, weil er vorübergehend wegen des Armbruchs oder defekten Laptops nicht arbeiten kann, dann ist dieser daraus resultierende Vermögensschaden durch die Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt.

Letzten Endes sollte jeder Gewerbetreibende eine solche Versicherung haben. Diese ist für einen Coach oder Consultant bereits für einen jährlichen Beitrag von 60-100€ zu bekommen.

Die Berufshaftpflicht

Die Berufshaftpflichtversicherung ist für Coaches und Berater wahrscheinlich noch wichtiger, doch was ist der Unterschied zwischen einer Betriebshaftpflicht und einer Berufshaftpflicht?

Kurz gesagt: Während die Betriebshaftpflicht Personen- und Sachschäden abdeckt, deckt die Berufshaftpflichtversicherung Schadensansprüche ab, die aus einer fehlerhaften Beratung entstehen.

Anders als im Bereich der Betriebshaftpflicht, die nur diejenigen Vermögensschäden abdeckt, die Folge eines Sach- oder Personenschaden sind, geht es im Rahmen der Berufshaftpflichtversicherung um echte Vermögensschäden: Schäden die Resultat einer fehlerhaften Beratung sind.

Darum spricht man bei der Berufshaftpflichtversicherung bei beratenden Berufen auch von "Vermögensschadenhaftpflichtversicherung“. Schönes Wort für das allseits beliebte Spiel „Galgenmännchen“.


Beispiel: Du berätst einen Kunden bei der Schaltung von Werbeanzeigen. Aufgrund eines Fehlers werden diese nicht geschaltet, wodurch dem Kunden Einnahmen entgehen. Nun fordert er von dir eine Entschädigung.

Aber auch bei einem Life-Coach kann es sein, dass dein Klient Ansprüche gegen dich stellt. Nehmen wir einmal an, du wirst von deinem Klienten verklagt, weil er angeblich durch dich depressiv geworden sei.

Ist dein Klient im Recht, müsstest du den eingetretenen Schaden aus eigener Tasche begleichen, sofern du keine Versicherung hast.

Vermutlich ist das für den Klienten schwer zu beweisen und die Vorwürfe wahrscheinlich ohnehin an den Haaren herbeigezogen. Doch auch ein Gerichtsprozess kann erst einmal teuer sein. Wenn deine Berufshaftpflichtversicherung für die „Abwehr unberechtigter Ansprüche“ (also die Rechtskosten) aufkommt, kannst du dem Ganzen entspannt gegenüber stehen.

Die Kosten für die Berufshaftpflichtversicherung übrigens sind deutlich höher als für die Betriebshaftpflichtversicherung. Für Hebammen beispielsweise kann diese mehrere tausend Euro betragen, für Coaches starten diese bei etwa 200€ pro Jahr.

Wichtig: Es ist sehr unterschiedlich, was die jeweiligen Versicherer abdecken. Manchmal ist die Betriebshaftpflichtversicherung in der Berufshaftpflichtversicherung inkludiert. Im Zuge meiner Recherche war es jedoch niemals der Fall, dass die Berufshaftpflichtversicherung mit drin war, wenn lediglich von Betriebshaftpflichtversicherung die Rede war.


Besteht eine Pflicht zur Haftpflichtversicherung für Coaches?

Für bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Heilpraktiker oder Rechtsanwälte ist eine Berufshaftpflichtversicherung Pflicht, für die meisten Berufe ist das nicht der Fall. Einen Coach zwingt der Gesetzgeber in der Regel nicht zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung.

Dennoch solltest du über den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung nachdenken, denn letzten Endes können Fehler beim Klienten teure Schäden verursachen.

Kommt so etwas häufig vor?

Nein. Ich bin bereits seit vielen Jahren als Coach und tätig und noch nie wurden Schadenersatzansprüche gestellt. Es gab keinen Fall, in der eine Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung einspringen musste.

Doch wenn dieser Fall eintritt, dann kann der Schaden schnell in die zehn- oder hunderttausende gehen, was für die meisten Coaches nicht nur existenzbedrohend, sondern existenzvernichtend sein kann.

Braucht man eine Betriebshaftpflichtversicherung bei einem Kleingewerbe?

Auch ein Kleingewerbe ist ein gewerbliches Unternehmen, welches haftbar gemacht werden kann. Das Risiko bei einem Kleingewerbe ist dabei sogar größer, da man hier anders als bei einer Kapitalgesellschaft wie einer GmbH auch mit seinem privaten Vermögen haftet.

Bist du also als Einzelunternehmer unterwegs (wie die meisten Coaches), dann ist sowohl die Betriebs- als auch die Berufshaftpflichtversicherung umso wichtiger für dich, da ein Schaden nicht nur deine berufliche, sondern auch deine private Existenz gefährden kann.


Der Begriff "Kleinunternehmer" kommt übrigens aus dem Umsatzsteuergesetz und sagt lediglich etwas darüber aus, ob du Umsatzsteuer abführen musstt oder nicht. Auf die Berufs- oder Betriebshaftpflicht wirkt sich das nicht aus.

Empfehlungen für eine Betriebs- und Berufshaftpflicht für Coaches

Und nachdem du nun weißt, dass eine Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung die vielleicht wichtigste Versicherung für einen Coach ist, möchte ich eine Empfehlung aussprechen. Eine Empfehlung, die auf tagelanger Recherche, mehreren Telefonaten und eigenen Erfahrungen beruht.

Zuvor muss ich etwas gestehen: Ich bin jahrelang ohne diese Versicherung tätig gewesen. Vor 10 Jahren habe ich mal mit ein paar großen Versicherungen telefoniert. Die waren maßlos überfordert, weil sie nicht wussten, wo sie mich einordnen sollten und haben mich nie zurückgerufen.

Ist ja auch nicht so einfach. Damals gab es kaum Coaches. Und ich war ja auch noch Autor, Blogger usw. Damit wusste niemand etwas anzufangen.

Und dann habe ich es viele Jahre auf sich bewenden lassen, bis dieses Thema in einer meiner Masterminds zur Sprache kam, was mich echt nervös machte. Warum zum Teufel habe ich eine solche Versicherung nicht?


Dem schlechten Gewissen folgte eine umfangreiche Recherche und letztlich dieser Beitrag, der dir viele Stunden Zeit ersparen kann.

Nun musste ich mich "nur" noch für einen Versicherer entscheiden...

Was war mir beim Versicherer wichtig?

Genug Kapital: Letzten Endes finde ich es wichtig, einen Versicherer zu haben, der genug Kapital in der Hinterhand hat, um einen Schaden in Höhe von 2-3 Millionen auch begleichen zu können ohne danach bankrott zu sein.

Alle meine Tätigkeiten abgedeckt: Gleichzeitig möchte ich eine Police, die auf mich als Coach / Berater zugeschnitten ist und verschiedene Tätigkeiten abdeckt. Schließlich bin ich wie viele andere Coaches auch Berater, Autor, Blogger und Speaker. Und manchmal kann man gar nicht so genau in Worte fassen, was man da alles so macht.

weltweite Abdeckung: Ich bin viel auf Reisen, auch im Ausland. Darum ist eine weltweite Abdeckung wichtig für mich.

Das Ergebnis

Nach eingehender Recherche bin ich fündig geworden und habe mich für exali.de entschieden. Dabei handelt es sich um einen Versicherungsmakler, der allerdings seine eigenen Verträge hat, eigenen Kundensupport bietet etc.

Als Rückversicherer arbeiten sie mit Markel zusammen, einem amerikanischen Versicherer, der sich auf gewerbliche Haftpflichtversicherungen spezialisiert hat und mit einem Umsatz von über 9 Mrd. $ groß genug ist, um Millionenschäden begleichen zu können.

Man kann sich übrigens auch direkt über Markel versichern, falls Euch das lieber ist. Die Verträge sind ähnlich, wenn auch leicht teurer. Mich hat hier allerdings niemand zurückgerufen, sodass ich mich auch aufgrund dessen für exali entschieden habe.

Bei exali hat mich vor allem das Konzept der „offenen Berufsabdeckung“ überzeugt. Danach sind alle Tätigkeiten mitversichert, die nicht explizit ausgeschlossen sind.

Ich habe mit einem kompetenten Mitarbeiter telefoniert, der mir meine Fragen geduldig beantwortet hat. Er hat mir bestätigt, dass auch Online-Kurse mitversichert sind. Schließlich kann prinzipiell auch daraus ein Schaden entstehen.

Für einen Coach eignet sich laut Aussage dieses Mitarbeiters am besten die „Consulting-Haftpflicht", die du hier findest.

In den Haftpflichtbedingungen findest du eine beispielhafte Auflistung, was alles darunter fällt, unter anderem...


  • Unternehmensberater
  • Dozent
  • Beratung für Privatpersonen in den Bereichen Spiritualität, Familie etc
  • Trainer und Coach
aber auch


  • Online-Marketing-Agentur
  • Selfpublisher
  • Blogger
  • Autor
Euren Beitrag könnt Ihr online berechnen lassen. Ich zahle etwas mehr als 400€, habe dabei für die Vermögensschadenhaftpflicht eine Deckungssumme von 300.000€ und für die Büro- und Betriebshaftpflicht 3.000.000€ gewählt.

Bei einem Umsatz bis 50.000€ zahlt Ihr zum Beispiel 374,85€ jährlich. Legt Ihr Euch auf 3 Jahre fest, so reduziert sich der Beitrag um 10%. Als Existenzgründer bekommt Ihr übrigens für die ersten beiden Jahre 15% Rabatt, sodass Euer Beitrag unter 300€ pro Jahr sinken kann.

Bei einem Umsatz bis 250.000€ sind es übrigens auch nur etwa 20€ mehr.


Tipp: Wenn Ihr als Startdatum den heutigen Tag angebt, dann seid Ihr übrigens ab sofort versichert und zahlt trotzdem erst zum 1. des kommenden Monats. Vor allem aber könnt Ihr das Thema sofort abhaken, seid safe und könnt Euch wieder entspannt Eurem Business widmen.

Zusammenfassung

Nachdem ich jahrelang ohne Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung unterwegs war, war ich erleichtert, als ich dann endlich für den Fall der Fälle abgesichert war. Um ehrlich zu sein, war es als Einzelunternehmer und Familienvater fahrlässig, das jahrelang nicht gewesen zu sein.

Aber wie das oftmals so ist. So lange nichts passiert. Und irgendwie gibt es ja auch Wichtigeres. Und Spaß macht das auch nicht.

Aber ganz ehrlich Leute: Das macht schon Sinn. Auch wenn man vielleicht nie einen Fehler macht, der hohe Schadenersatzansprüche rechtfertigt; weniger unwahrscheinlich ist, dass man irgendwann mal vor Gericht landet und das  kann nicht nur teuer werden, sondern auch sehr belastend sein, wenn man die Kosten vorschießen muss.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Euch geholfen. Ich freue mich über Feedback. Nutzt dazu einfach die Kommentarfunktion.

PS: Ich bekomme für diesen Beitrag keine Provision.

Tipp: Aufzeichnung jetzt sofort kostenlos anschauen!

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Referenz Sebastian Kühn

Sebastian Kühn

CO-FOUNDER CITIZEN CIRCLE

Feedback:

Im Rahmen einer Konferenz vom Citizen Circle hat Sebastian den begeisterten Zuhörern bereits zum zweiten Mal eine Gänsehaut beschert. Authentisch, mit viel Ruhe und frei vom Herzen weg weiß Sebastian mit seiner persönlichen Geschichte zu inspirieren und zu ermutigen. 

Sebastian Krämer


Sebastian Krämer gehört seit 2011 zu Deutschlands erfolgreichsten Life-Coaches. Mit seiner jahrelangen Erfahrung hilft er Coaches, Therapeuten und anderen Menschenhelfern mit edlen Absichten beim Aufbau eines erfolgreichen Online-Business.

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