Viele Coaches und Berater wollen einen Mitgliederbereich aufbauen und verlieren sich in Technik, & Tools statt sich auf die wirklich wichtigen Faktoren zu konzentrieren.
Denn an liegt fast nie an der Technik, wenn ein Mitgliederbereich scheitert.
Denn es gibt deutlich wichtigere Punkte, die darüber entscheiden, ob eine Membership funktioniert – oder nach kurzer Zeit wieder einschläft.
Was ist ein Mitgliederbereich?
Ein Mitgliederbereich ist ein geschützter Online-Bereich, in dem Mitglieder regelmäßig Inhalte, Anleitung oder Unterstützung erhalten, um ein klar definiertes Ziel zu erreichen.
Wann ist ein Mitgliederbereich erfolgreich?
Machen wir es kurz: Für dich als Betreiber ist ein Mitgliederbereich dann erfolgreich, wenn du
1. ausreichend Mitglieder gewinnen kannst
und
2. diese Mitglieder möglichst lange bleiben.
Diesen Fehler machen die meisten beim Aufbau eines Mitgliederbereichs
Die meisten Coaches und Berater, die einen Mitgliederbereich erstellen wollen, machen denselben Fehler: Sie starten mit Technik, Tools oder Plattformen und denken erst später über Struktur, Didaktik und das eigentliche Geschäftsmodell nach.
Dabei ist es schwer, Mitglieder zu gewinnen, wenn du nicht klar sagen kannst, was das zentrale Ziel deiner Membership ist.
Und Mitglieder zu halten ist fast unmöglich, wenn sie nicht die Ergebnisse erzielen, die sie sich erhofft haben.
Dann passiert das:
- Inhalte werden kaum genutzt
- Mitglieder springen ab
- Einnahmen sind alles andere als planbar
Nicht wegen der Technik, sondern weil der die notwendigen Grundvoraussetzungen fehlen.
Mitgliederbereich erstellen (technisch) vs. Membership aufbauen (Konzept)
Einen Mitgliederbereich zu erstellen ist technisch heutzutage keine Raketenwissenschaft mehr.
Eine Membership ist mehr als die technische Komponente und auch mehr als eine reine "Video-Sammlung". Eine Membership ist ein durchdachtes System, das folgendes braucht:
- ein klares Ziel für die Mitglieder
- einen strukturierten Weg dorthin
- eine logische Abfolge von Inhalten
- und ein Modell, das nicht von ständigem 1:1-Einsatz abhängt
Dann bist du hier richtig...
Dieser Beitrag ist nicht für dich, wenn du...
- nur ein Plugin suchst
- einen Baukasten vergleichen willst
- oder möglichst billig „irgendwas Technisches“ aufsetzen möchtest
Er ist für dich, wenn du...
- einen Mitgliederbereich sinnvoll aufbauen willst
- planbare Einnahmen suchst
- weniger mit Verkaufsgesprächen verkaufen und weniger 1:1 arbeiten möchtest
- und ein Modell willst, das auch langfristig erfolgreich ist
Welche Technik du für einen Mitgliederbereich nutzen kannst...
und warum die Technik nicht über Erfolg und Misserfolg entscheidet
Wenn du einen Mitgliederbereich erstellen willst, taucht früher oder später dieselbe Frage auf:
„Welche Technik ist die richtige?“
Die ehrliche Antwort:
Es gibt mehrere sinnvolle Lösungen.
Keine davon ist der entscheidende Hebel; die Technik entscheidet nie über den Erfolg einer Membership.
Grundsätzlich hast du zwei Optionen:
Selbst hosten
Viele entscheiden sich dafür, ihren Mitgliederbereich selbst zu hosten. Wenn du dich dafür entscheidest, würde ich diese Lösung empfehlen:
WordPress - optional mit einem passenden Theme- oder Pagebuilder-System wie Thrive Themes oder Elementor.
Damit erstellst du die einzelnen Seiten (Inhalte & Design).
Das Ganze kombinierst du dann mit dem deutschen Membership-Plugin Digimember*.
Vorteile Selbsthosting:
- volle Kontrolle
- maximale Flexibilität
- gute Erweiterbarkeit
- günstiger
Nachteile:
- mehr Aufwand bei der EInrichtung
- technischer Pflegeaufwand
- Updates, Sicherheit, Wartung liegen komplett bei dir
Diese Lösung ist die beste für dich gut, wenn du technikaffin bist und bewusst die volle Kontrolle willst.
Externe Plattformen
Alternativ gibt es spezialisierte Plattformen wie Coachy*,
Memberspot oder Mentortools, mit denen du deinen Mitgliederbereich schnell und einfach aufsetzen kannst. Das sind auch die einzigen Plattformen, die ich an dieser Stelle empfehlen möchte.
Vorteile:
- schneller Start
- weniger Technikstress
- Fokus auf Inhalte statt Infrastruktur
Nachteile:
- höhere Kosten
- gewisse Einschränkungen bei Individualisierung / weniger Flexibilität
- Abhängigkeit vom Anbieter
Eine externe Plattform zu wählen ist für viele die bessere Lösung, da man sich auf diese Weise mehr um die entscheidenden Erfolgsfaktoren einer Membership kümmern kann, statt sich auf die technische Erstellung eines Mitgliederbereichs kümmern kann.
Warum "billig" starten oft der teuerste Weg ist
Viele starten mit dem Gedanken: "Ich starte erst einmal möglichst günstig!"
Das ist nachvollziehbar. Und fühlt sich vernünftig an.
Unternehmerisch ist das aber oft der teuerste Weg, denn was dann oft passiert:
- funktioniert nicht immer zuverlässig
- falsche Struktur von Anfang an
- fehlende Funktionen, die später schmerzen
- ein notwendiger Plattformwechsel
- verlorene Zeit, Energie und Vertrauen
- Mitglieder, die abspringen
Nicht, weil die Technik schlecht war, sondern weil frühe Entscheidungen später hohe Folgekosten erzeugen.
Zum Vergleich: Erfolgreiche Memberships erzielen laut dem Membership Industry Report im Durchschnitt rund 170.000 € Umsatz im ersten Jahr.
Die laufenden Kosten für eine saubere technische Lösung liegen dagegen zwischen 300 € und 1.500 € pro Jahr.
Warum sollte man das Risiko einer günstigen bzw. kostenlosen Lösung eingehen?
Und die wichtigste Frage lautet ohnehin nicht: „Welche Plattform soll ich nutzen?“
Sondern:
„Wie genau sorge ich dafür, dass meine Mitglieder zuverlässig Ergebnisse erzielen - und deshalb bleiben, weiterempfehlen und langfristig zahlen?“
3 Tage Hotelzimmer statt Pool
Ich weiß noch genau, wie ich 2019 auf Gran Canaria drei volle Tage im Hotelzimmer saß.
Familienurlaub. Meine Frau mit den Kindern am Pool.
Und ich saß drinnen vorm Laptop.
Mein Mitgliederbereich war plötzlich nicht mehr erreichbar und hunderte Mitglieder konnten sich nicht einloggen.
Ich hatte mich 6 Jahre zuvor für Wordpress und Digimember entschieden. Ein Theme-Update hatte alles zerschossen. Und auch wenn ich gut vernetzt war - so schnell hatte niemand Zeit und so muss ich selbst das Design für jede einzelne Seite ändern.
Und obwohl mir meine Membership grundsätzlich alle Freiheiten gibt, war in diesem Moment das Gegenteil der Fall.
Das ist einer der Nachteile, wenn du selbst dafür verantwortlich bist, dass alles funktioniert.
Das ist wichtiger als die Technik
Egal, für welche technische Lösung du dich entscheidest:
Die eigentlichen Herausforderungen liegen woanders!
Denn die meisten Memberships scheitern nicht daran,
- dass der Login nicht funktioniert
- dass Videos nicht sauber eingebunden sind
- oder dass das Design nicht perfekt ist
Sie scheitern daran, dass:
- der Weg für die Mitglieder unklar ist
- Inhalte nicht zu Ergebnissen führen
- niemand weiß, warum man bleiben sollte
- und das Modell unternehmerisch nicht durchdacht ist
Mitgliederbereich erstellen: Was wirklich über den Erfolg entscheidet
Diese Punkte lassen sich auf wenige zentrale Faktoren herunterbrechen:
1. Ein klares Versprechen
Wenn nicht klar ist, welches konkrete Ergebnis jemand hier erreichen soll, wird niemand starten – und niemand bleiben.
2. Ein geführter Weg statt lose Inhalte
Ohne Orientierung und ohne Motivation entsteht keine Umsetzung.
3. Ein Modell, das nicht dauerhaft von dir abhängt
Sorge dafür, dass das Ganze auch mal ohne dich funktioniert. Sonst wird aus Freiheit schnell wieder Dauerverfügbarkeit.
4. echtes Vertrauen aufbauen
Indem du deinen Mitgliedern wirklich weiterhilfst, empfehlen sie dich nicht nur weiter, sondern kaufen später auch hochpreisige Angebote.
Wenn du bis hierher gelesen hast, ist ziemlich klar: Einen Mitgliederbereich zu erstellen ist heute nicht mehr das eigentliche Problem.
Die entscheidende Frage ist, wie Du das Ganze so aufbaust, dass Menschen starten, bleiben und echte Ergebnisse erzielen.
Prüfe in 60 Sekunden, ob eine Membership für dich funktionieren kann
Beantworte ein paar kurze Fragen und finde sofort heraus, ob eine Membership für dich aktuell sinnvoll ist oder woran es noch hakt.
Warum ich das so sagen kann:

BWL-Studium · 15+ Jahre Online-Marketing · 13 Jahre Membership-Erfahrung · 3-facher Vater
Hi, ich bin Sebastian.
Ich betreibe seit 2013 selbst eine Membership und habe in dieser Zeit über 3.700 zahlende Mitglieder begleitet.
In den letzten Jahren habe ich Coaches und Berater aus mehr als 20 verschiedenen Nischen unterstützt
- von Gesundheit und Therapie
- über Persönlichkeitsentwicklung
- bis hin zu Business und Beratung.
Ich kenne die typischen Stolperfallen.
Und ich kenne die Abkürzungen.
Nicht aus Theorie, sondern aus echter Erfahrung.